Nordsee is’ Schalke, Ostsee is’ Borussia

An der Nordsee gilt Ostsee-Bashing teilweise als legitimer Zeitvertreib, wenn einem sonst kein Gesprächsthema einfällt. “Mittelgroße Pfütze mit rudimentärem Salzgehalt und Tidenhub”. Haha, witzig.

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Trotzdem bin ich nach Kiel rübergefahren, um mich mit Freunden zu treffen und mir das mal näher anzusehen.

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Tatsächlich sieht es am Ostseestrand etwas anders aus.

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Durch die schwach ausgeprägten Gezeiten ist der Abstand zwischen Wasser- und Baumlinie sehr schmal. Überhaupt macht die Ostsee an vielen Tagen einen wirklich sehr stillen Eindruck.

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In den Ferienorten ist dafür um so mehr los. Ein wildes Gewimmel von Urlaubern, Pommes- und Eisbuden überall und seit ich-weiß-nicht-wie-lange war ich mit meinen Leuten Mini-Golf spielen.

Und überhaupt, Land, Land, Land! Wieviel Land es gibt!

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Und nun bin ich wieder zurück und das Wetter übt schon mal für den Herbst.

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Macht nix, die Bibliothekarin hat Bescheid gesagt, daß der neue Haruki Murakami-Roman angekommen ist, nach dem ich gefragt hatte.

Grauzone

Dezember. Die endemische Weihnachtsbeleuchtung im öffentlichen Raum ist auch hier auf der Insel angekommen, aber meistens sieht man nicht so viel davon.

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Der Wind aus Ostsüdost bringt eine Mischung aus Nebel und Gischt. Der Leuchtturm ist weg, der Sendemast auch. Die Landungsbrücke nur noch eine Silhouette.

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Gott spielt mit Ph*toshop und dreht die Farbsättigung ganz weit runter. Nebelbänke wehen übers Meer heran und ziehen weiter zum Englandbesuch. Now you see it, now you don’t.

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In der Bücherei klappern die Fensterscheiben. Tja, sagt die Bibliothekarin, das ist so, seitdem für die Erweiterung der Südpromenade die alten Büsche und Sträucher weggebaggert wurden. Im Frühling werden sie wieder neu gepflanzt.

Frühling. Ha!