Back to the garden

Da war ich.

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Und dann fuhr ich wieder zurück.

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Ok, ok, ok.

Das Herzberg-Festival ist, anders als die Fusion, mehr so eine Althippie-Veranstaltung.

Hier fragen am Bierstand die Leute neben dir andauernd: “Warst du nicht vor mir dran?” Noch am dritten Tag kann man die Dixiklos ohne Schutzanzug benutzen. Wenn das nicht von wahrer Liebe zeugt ;-) !

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Es gab viele, ungewohnt offene, freie Unterhaltungen mit bis dahin völlig Fremden und, sorry, lieber Felsen, aber deine Bewohner sind da doch viel zurückhaltender. Ich hab sogar eine etwas komplizierte Theorie, inwiefern das mit der Insellage zu tun hat, aber ich verrate sie nicht ;-) .

Ach so, Musik gab es auch. Tolle. Yippie!

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Tja, und nun bin ich wieder zurück. Es gibt eine Menge zu tun, die Saison läuft auf Hochtouren, meine Gäste sind trotz holpriger See und Wetterlage gut drauf. Läuft.

Aber es fehlt auch was. Das Gefühl hatte ich hier noch nie.

 

Parallelen

Nach einigen Tagen auf dem Festland und dem Fusion-Festival bin ich wieder zurück auf dem Felsen.

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(Nein, das ist nicht Helgoland, sondern Cuxhaven. Aber die Parallelen zu den Parallelen im Titel waren zu verlockend. Und dieses rekursive, aber irgendwie dämliche Wortspiel auch. ;-)

Wie immer war die Fusion ein besonderes Erlebnis, aber ich schreibe hier nicht mehr darüber. Im vergangenen Jahr hatte ich mit einem ziemlich euphorischen Blogeintrag einen regelrechten Shitstorm ausgelöst, denn Medienpropaganda ist von den OrganisatorInnen (und auch den meisten BesucherInnen) unerwünscht. Und das betrifft nicht nur Mainstream-Medien, sondern auch Soziale Dreckwerke, wie die FusionistInnen das so charmant ausdrücken. Ich hatte halt das Kleingedruckte in der Bedienungsanleitung nicht gelesen.

Seit einigen Jahren versucht die Fusion, nicht mehr größer zu werden. Relativ erfolglos. Der Erwerb eines Tickets ähnelt vom formalen Aufwand inzwischen eher dem Abschluss eines Bausparvertrages. Und vielleicht trägt gerade das zu einem zusätzlichen, unerwünschten Hype um das Festival bei.

In diesem Jahr haben die OrganisatorInnen daher bekannt gegeben, dass es in 2017 kein Festival geben wird. Die Bedenkzeit soll unter Anderem dazu dienen, sich Gedanken zu machen, wie es mit dem Festival weitergehen soll.

(Nein, das ist kein Bild von der Fusion. Das ist nur eine Wiese im 275-Seelen-Dorf Lärz in Mecklenburg-Vorpommern, drei Tage nach dem Festival.)

Kurz vor meiner Abreise hatte ich die Blogeinträge komplett auf inaktiv gesetzt und ein Baustellenschild aufgehängt. Vor zwei Jahren habe ich das Blog gestartet, um meine Festlandsfamilie auf dem Laufenden zu halten und wenn dann noch andere Menschen mitlesen konnten – nun ja, auch nicht schlimm, vielleicht würden ja sogar einige dadurch hierher gelockt.

Aber dann habe ich mich neulich etwas mit Pingbacks, Referrern und der WordPress-Zugriffsstatistik beschäftigt und auch damit, was ich teilweise an Persönlichem hier veröffentliche. Und mir wurde etwas mulmig, gerade weil ich mich sonst gerne darüber lustig mache, wieviel Privates ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit über diverse soziale Dreck Netzwerke unkontrolliert der Öffentlichkeit offenbart.

Hm.

Ich brauchte allerdings kein ganzes Jahr Bedenkzeit, um ein paar Blogeinträge auf Privat zu setzen und den Rest wieder freizugeben. Auch in Zukunft werden manche Einträge nur mit einem Passwort für den Kreis der Üblichen Verdächtigen™ lesbar sein. It’s my party ;-) .

Berlin Transit

Auf der Fahrt zum Fusion Festival lege ich einen Zwischenstopp in Berlin ein und besuche alte Freunde.

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Praktischerweise ist gerade Samstagabend und es gibt eine Party im Garten des ehemals besetzten Hauses, das heute irgendwo im Bermudadreieck zwischen Wohnkollektiv und Bausparvertrag unterwegs ist.

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Jetzt ist aber schon Sonntag, ich habe das Leergut eingesammelt und die Theatergruppe macht sich im Hinterhof breit um, nun ja, Theater zu machen.

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Ansonsten bin ich mal wieder leicht reizüberflutet und will mich kurz fassen:

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Berlin Berlin Berlin, U-Bahn Krach Autos, bunt grau bunt, Penner Hipster Espressomaschine. Lotte Ingo Toby, Kinder Kinder Kinder. All ihr anderen Ungenannten, die mich zum Lachen und Nachdenken gebracht haben. Und einsame Schuhe.

Danke.

Hipster-Ablage

Hallo Festland, da bin ich wieder, auf meiner Mission zur Rettung der Welt via vier Tage Love, Peace und Dixiklo.

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Erste Zwischenstation: Hamburg, die Fähre legt um halb neun abends an und ich dachte eigentlich, ich dödel hier ein wenig herum und gehe spazieren, bis um sechs Uhr morgens mein Zug fährt.

Es regnet in Strömen. Das Gepäck ist schon im Schließfach, also falle ich gegenüber durch die Tür der nächsten Next-Generation-Jugendherberge.

Manche Autos haben immer noch eine Hutablage, Hamburg hat eine Hipster-Ablage. Gleich am Bahnhof. Die Zimmerbuchung läuft ungefähr so wie das Ordern des Dingsbums-Menüs bei McD**f. Zack. Multinationale Spätpubertierende torkeln durch die Flure auf dem Weg zu der nächsten angesagten Elbmetropolenparty. Die Zimmertür fällt hinter mir ins Schloß: Stille. Ähhh?

Check: Tür auf = Gröhl, Tür zu = Stille

Irgendein Inneneinrichter hat wirklich seine Hausaufgaben gemacht.

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Ok, ok, Spaßkommando, da kann ich ja voller Altersmilde darüber hinwegsehen. Und sonst? Das Badezimmer gibt dem Begriff “Naßzelle” eine neue Bedeutung. Wahrscheinlich das, was man in den neuen A380ern der Air Ölscheich in der Sultanatsklasse hat, minus der vergoldeten Klobrille

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Wie auch immer, draußen regnet es immer noch und hier drinnen nicht. Cool.

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Wenn dann noch jemand in der Lobby die Beschallung auf Teenieklamottenladen-Bumbum-Level eine Spur runter drehen könnte? Oder wenigstens was anderes als… Spice Girls, hallo??? Da waren doch eure Gäste (größtenteils) noch nicht geboren ;-} . Dementsprechend ist die Stimmung in der eingebauten Disco (die morgens der Breakfast Club ist) etwas lame. Mädels, die aus schierem Männermangel miteinander tanzen? Gibts auf Helgoland nicht.

Dafür ist das WLAN nicht übermäßig proxyverquengelt, das ist ja auch schon mal was.

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Dann gehe ich noch mal kurz um den Block, betrachte die Alternativen.

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Ok, ich mecker nicht mehr!