Komische Notizen

In den letzten Tagen hatte ich neben den Gästeführungen auch noch einige verzwickte IT-Probleme zu lösen. Örks.

Früüüher ™ war ich angeblich mal ein ganz doller Experte für dieses Zeugs. Vor ungefähr 11 Jahren habe ich aber beschlossen, doch noch etwas Anständiges zu lernen. Vielleicht sollte ich dann auch etwas Anderes in meinen Lebenslauf reinschreiben, um diese 25 Jahre zuvor zu erklären. Auf der Reeperbahn Klavier gespielt oder so.

Irgendwie ist mein Gedächtnis für die ganzen fitzeligen Details, die man bei solchen Aufgaben im Hinterkopf behalten muss, nicht mehr so gut wie früher. Deswegen blättere ich später in meinem Notizbuch und finde teils sonnenklare, teils äußerst kryptische Einträge Seite an Seite.

Die Entscheidung, welche Seite jetzt zu welcher Kategorie gehört, überlasse ich ganz euch ;-) .

Lichtblick (Plan C)

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Als Gästeführer sollte man einen Plan haben. Nicht unbedingt, um ihn stur durchzuziehen, sondern um überhaupt einen roten Faden zu haben, von dem man abweichen kann. Die Gäste stellen genug unerwartete Fragen, was irgendwie eine der besten Sachen an dem Job ist (Gibt es einen Leichenwagen auf der Insel? Einen Zahnarzt? Warum eiert das Internet ab Windstärke 10? Wie funktioniert die Müllabfuhr? Wo ist das Rotlichtviertel? Das Kino? Das McD**f?).

Plan A besteht meistens darin, die Gäste am vereinbarten Treffpunkt abzuholen und entlang einer Kreuz- und Quer-Route Fragen zu Geschichte, Gegenwart, Architektur, Schifffahrtszeichen, Seevögeln und und und zu beantworten.

Manchmal geht das aber nicht, weil das Wetter zu schietig ist oder die Gäste schlecht zu Fuß oder oder oder. So einen Termin hatte ich vergangene Woche. Macht nix, ich habe ja einen Plan B, ich habe Photos und Seekarten und Diagramme, Alles, was man für einen virtuellen Spaziergang braucht.

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In der Buchungsinformation stand allerdings nicht drin, daß die Gäste blind sind. Hm, Zeit, sich einen Plan C auszudenken.

Weil aber keine Zeit war, habe ich ein wenig gemogelt und die meiste Zeit die Augen geschlossen gehalten. Glaubt mir, ich habe ziemlich oft richtig coole Gäste, aber so viel Spaß habe ich seit Jahren nicht mehr auf einer Tour gehabt.

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Und außerdem durfte ich mit Zorro, dem Blindenhund kuscheln. Yippie!

Tell me why…

…I don’t like mondays.

Leider kann ich euch nicht mit einer Antwort helfen. Die Achtziger sind jetzt wirklich bald mal vorbei, ich bin nicht The Clash The Boomtown Rats und muß auch nicht im fiesen London wohnen, sondern lebe auf Helgoland.

Insofern stehe ich morgens auf und gehe arbeiten. Das ist nicht so schlimm wie es sich anhört (und des Öfteren auch war). Es ist sogar noch Zeit, auf meinem alten Handy Linux zu installieren. Ein LXDE-Desktop sieht zwar auf einem 3,5-Zoll-Bildschirm komisch aus, aber das wird später mal der neue Mediaserver für die Küche.

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Irgendwann ist sowas wie Feierabend und ich kucke noch kurz ins Postfach. Ahhh, die neue Schwarte ist da.

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Und dann sitze ich ein bißchen auf der Landungsbrücke und kucke den Strand an.

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Zuhause lege ich “An einem Sonntag im April” von Element Of Crime auf. Jaja, ich weiß, ich bin etwas spät dran ;-).

Freifunk

Früher (jahaa, früüher ;-) war ich ja mal so ein Computerversteher und redete ungern mit Menschen (die sind so nichtlinear und multivalent). Das hat sich im vergangenen Jahrzehnt etwas geändert.

Letzte Woche war ein Erkundungsteam der Freifunk-Aktivisten hier auf dem Felsen, das war sehr schön und auch ein wenig nostalgisch. Die Idee ist die, dem Dorf ein freies WLAN-Netz zu verpassen, das die SanFranziskaner Stadtverwaltung vor Neid ergrünen läßt. Einen Plan gibt es schon und auch eine Mailingliste: 

http://lists.freifunk.net/mailman/listinfo/helgoland-freifunk.net

Und so könnte das Ganze dann demnächst aussehen:

https://www.google.com/maps/d/viewer?hl=en&authuser=0&mid=zruy_x_E7F1k.kWeVlrt3DDGw

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Aaalso, liebe Kinder, es ist noch etwas zu früh, mit in die Höhe gereckten Schlauphones durch die Hafenstraße zu rennen, aber wir arbeiten daran ;-).

Guten Morgen Helgoland

Dienstagmorgen, die Insel kommt so langsam in die Gänge.

Im Südhafen haut die Nachtschicht der Frühschicht auf die Schulter und reißt die üblichen Witze. Nur auf dänisch. 

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Auch die Jungs und Mädels von der Bundesmarine machen sich auf den Weg zum Arbeitsplatz.

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Ich müßte jetzt eigentlich noch ein Foto schießen, wie ich meine Schuhe binde. Aber wie das aussieht ist ja bekannt. Stattdessen noch ein Bild von der Helgoländer Straßenbahn.

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Jepp, Ph*toshop-Scherze gab es schon 1906.