Eine Nummer größer (Einsame Schuhe)

Die Offshore-Leute (also die lustigen Deutschen, Dänen und Briten, die unsere Windenergieparks bauen), haben es ja gerne ein paar Nummern größer. Große Taschen.

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Große Schuhe.

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Und manchmal, wenn ein Seemann in einem fremden Hafen strandet, läßt er – freiwillig oder unfreiwillig – Dinge zurück. Seine Schuhe zum Beispiel.

Ihr, die ihr in großen Städten lebt, kennt ja bestimmt das Phänomen der einsamen Schuhe. Man geht morgens zur U-Bahn und da steht ein paar Schuhe, häufig sogar ordentlich aufgereiht und man fragt sich noch Minuten später, wie die dahin kommen und welche menschliche Geschichte dazu gehört. Nichtsdestotrotz adoptiert man sie aber nicht. Uh huh, Fußpilz und so.

Meine Schuhe standen eine Woche lang hier unter meinem Fenster im Regen. Richtig, hier bleiben Schuhe eine Woche lang auf der Straße stehen. Da hab ich beschlossen, daß sie jetzt nichts mehr Ansteckendes haben können und hab sie mit nach Hause genommen.

Es sind super Schuhe.

Gerade frage ich mich, ob in den nächsten Tagen ein groß gewachsener Hochenergie-Elektriker aus Jütland im Internet rumhängen wird und sagt: Hey, das sind ja meine! Dann kriegt er sie natürlich zurück ;-).