Nacht

Den Blick aus meinem Schlafzimmerfenster auf den Binnenhafen habt ihr ja alle schon gefühlte hundertmal gesehen, bei Sonne, bei Regen, mit Menschen oder mit ohne.

Aus der Küche sehe ich aber in der entgegengesetzten Richtung auf die Lagerhallen der Duty-Free-Händler und der Offshore-Leute. Wie alle Neuzugänge wohne ich nämlich bis auf Weiteres im Südhafen.

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Eine Menge Wasser weht in Schwaden vorbei und kann sich nicht entscheiden, ob sie jetzt Regen oder Nebel sein möchte. Brian Eno verbreitet aus dem Küchenlaptop U-Boot-Geräusche. Alles gut.

Liebe übliche Verdächtige!

Heute ist mein Postfach explodiert ;-).

In den letzten paar Tagen gab es durch den Sturm keine Post und ihr lagt alle noch in einem Container in Cuxhaven. Gestern hatte ich Rücken (argh, #$%&?!!!) und war zu jämmerlich, um zur Post zu laufen.

Ihr seid noch nicht ganz vollzählig, aber ein Trend scheint sich schon abzuzeichnen. Kerzen sind hier ja ganz wichtig, aber ihr seid wichtiger! Hach!

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Der Weihnachtsmarkt, der Mond und der Nikolaus

Auch hier gibt es einen Weihnachtsmarkt, nur ist der etwas kleiner und mit weniger Gedrängel, als ich das aus den vergangenen Jahren kenne. Ganz so leer, wie es auf diesem Foto scheint, ist es aber auch nicht – das liegt nur an der langen Belichtungszeit.

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Gnädigerweise beschränkt er sich auch auf insgesamt fünf Tage und ich stelle gerade fest, daß ich in den vergangenen fünf Jahren auf dem Festland etwa sechs Monate auf Weihnachtsmärkten verbracht habe. (Und ja, natürlich habe ich da gearbeitet, was dachtet ihr denn? ;-)

Ich gehe weiter in den Südhafen. Alles ruhig, lalelu, nur der liebe Mond schaut zu. Die CTVs sind heute nicht rausgefahren, aber das hat nix mit dem Nikolaus zu tun, sondern mit der Wellenhöhe draußen auf der Windpark-Baustelle. Ab zwei Meter wird es zu gefährlich beim Aussteigen.

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Dann gehe ich nach Hause und an meiner Zimmertür hängt ein Weckmännchen. Hm, deswegen hat also wohl unsere Chefin gefragt, ob die Haustür abgeschlossen ist.

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Nein, ist sie nicht, das macht hier keiner.

Grauzone

Dezember. Die endemische Weihnachtsbeleuchtung im öffentlichen Raum ist auch hier auf der Insel angekommen, aber meistens sieht man nicht so viel davon.

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Der Wind aus Ostsüdost bringt eine Mischung aus Nebel und Gischt. Der Leuchtturm ist weg, der Sendemast auch. Die Landungsbrücke nur noch eine Silhouette.

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Gott spielt mit Ph*toshop und dreht die Farbsättigung ganz weit runter. Nebelbänke wehen übers Meer heran und ziehen weiter zum Englandbesuch. Now you see it, now you don’t.

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In der Bücherei klappern die Fensterscheiben. Tja, sagt die Bibliothekarin, das ist so, seitdem für die Erweiterung der Südpromenade die alten Büsche und Sträucher weggebaggert wurden. Im Frühling werden sie wieder neu gepflanzt.

Frühling. Ha!