Kälte

Es ist kalt, kalt, kalt. Nordwind. Sogar die Robben sind von ihrem angestammten Platz auf der Nord-Ost-Seite der Düne zur Westseite der Insel umgezogen.

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Sehr praktisch, da muß ich zum Robben-Watching nicht mehr so weit laufen.

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Ta-daaa, ganz kurz schaut die Sonne hervor, aber trotzdem bleibt es kalt.

Kalt wie die Herzen der stinkreichen Europäer (eine schlimme Verallgemeinerung, ich weiß), die seit siebzig Jahren ohne Krieg leben dürfen und nun ihren Gartenzaun mit Stacheldraht aufrüsten, weil sonst zu viele Menschen Zuflucht vor dem Krieg in ihrer Heimat finden könnten.

Ich habe natürlich leicht reden, auf Helgoland gibt es keine Flüchtlinge. Der Felsen liegt 70 Kilometer vom Festland entfernt in der Nordsee, ist gut eineinhalb Quadratkilometer groß und die Hälfte davon ist unbebaubar. Wir spenden nur ein bißchen Geld.

Von 1945 bis 1952 waren übrigens alle Helgoländer Flüchtlinge. Aber ich schweife ab.

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