Ruhrpott

Hier bin ich geboren, hier war das ein bißchen rätselhafte Land, wo man Onkels und Tanten besucht. Hier war die alte WG.

Lotte fängt mich schon am Bochumer Bahnhof ab, die Taschen wandern ins Schließfach und wir fahren weiter zur Jahrhunderthalle, wo gerade Element Of Crime aufspielt. In den meisten Liedern hat die Nordsee zumindest einen Gastauftritt, ich schaue mich in der Halle um und denke plötzlich: Hier sind fünfmal so viele Menschen, als auf dem kompletten Felsen leben.

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Am nächsten Tag gehe ich in Essen im Stadtgarten spazieren und lerne wieder, auf Knöpfe zu drücken, wenn ich plane, eine Straße zu überqueren. U-Bahn fahren kommt morgen dran ;-).

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Abends gehe ich in den Gruga-Park, der gerade durch Lichtskulpturen in eine surreale Farblandschaft verwandelt ist. Leider ist es kalt, sehr kalt im Märchenland, so daß ich nach wenigen Minuten doch immer wieder weiterziehen muß.

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Und ich treffe Menschen, Menschen, Menschen, eine ungewohnte Vielfalt, für die auf dem Felsen einfach zu wenig Leute leben. Hart rockende Wissenschaftler. Buddhistische Cellospieler. Hausbesetzer. Schwiegermütter. Ein sehr sympathischer, sehr junger Mann, der bei meinem letzten Festlandsaufenthalt noch gar nicht auf der Welt war. Seine Eltern, die jetzt plötzlich Eltern sind ;-).

Es schmerzt fast ein wenig, als ich auf dem Balkon stehe und über die Dächer der Stadt schaue, denn ich denke: Warum müßt ihr eigentlich unbedingt an einem Ort leben, an dem ich nicht mehr sein möchte?

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Aber irgendwas ist ja immer.

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